Peter HACKS: Der Bär auf dem Försterball

ORIGINALAUSGABE
(Der Text von Peter Hacks erschien erstmals mit Illustrationen
von Walter Schmögner bei Middelhauve, Köln, 1972)
Mit Bildern von Peter Gut
Gesetzt nach den Regeln der Rechtschreibreform
Zürich, Kein & Aber, 2006
ISBN 978-3-0369-5234-5
40 Seiten, Drucklackierter Pappband, Format: 23 x 19 cm
Euro 12,90 [D]

EMPFOHLEN ZUM VORLESEN FÜR ZUHÖRER AB 4 JAHREN
und
FÜR ERSTLESER AB 6 JAHREN

ÜBER DEN AUTORÜBER DEN ILLUSTRATOR
 

Die Förster feiern Maskenball und verkleiden sich alle als Förster – was liegt für den Bären also näher, als sich ebenfalls als Förster zu verkleiden und einfach mal vorbeizuschauen. Schließlich ist Feiern eine der Lieblingsbeschäftigungen von Bären.
Dumm ist es nur, wenn man nach zu viel Wein und Bier auf die Idee kommt, in den Wald zu ziehen um den Bären zu schießen. Allerdings scheint der Bär gerade nicht da zu sein und so kehrt man ins Gasthaus zurück und feiert weiter. Bevor der Bär noch weiteren Unsinn anstellen kann, kommt jedoch seine Frau und holt ihn nach Hause.

Dieses höchst amüsante und unterhaltsame Büchlein trägt auf seinem Hinterdeckel zurecht den Aufdruck: »Ein Klassiker der Bärenliteratur!« (Allein die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet 20 Auflagen dieser Geschichte, die in viele Sprachen übersetzt wurde und wohl in ganz Europa zu den Kinderbuchklassikern zählt.)
Augenzwinkernd erzählt Peter Hacks eine freche und frische Anekdote, die durchaus in den Bestand der Münchhausen-Geschichten Eingang finden könnte.



Sehr liebevoll illustriert von Peter Gut, dessen ein- und doppelseitige Farbbilder die Figuren sehr treffend zeigen, ist DER BÄR AUF DEM FÖRSTERBALL ein Buch, das dem Vorleser (unbedingt) oder der Vorleserin (hoffentlich auch) mindestens so viel Freude bereitet wie den Zuhörern.
Außerdem schlummert unter dem Winterschnee durch den Bär und Bärin heimwärts stapfen auch eine Portion Lebensweisheit – und die zeigt sich nicht unbedingt beim ersten Lesen.
Ein Buch für echte Bären (und solche, die es noch werden wollen).

Horst Illmer (05/2007)