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DEUTSCHE ERSTAUSGABE
(Zéro Tués. Vauvert, Au Diable Vauvert, 2002)
Aus dem Französischen von Sonja Finck
München, Droemer, 08/2006
ISBN 3-426-19746-4
176 Seiten, Hardcover, Euro 14,90 [D]

AUTORENPORTRAIT
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»Boulevard of Broken Dreams«, »Stormy Weather«, »Ask a Woman, who knows«, »You call it Madness«. Sie kennen alle diese Titel?
Dann sind Sie ein Jazz-Fan. Und dann ist dieses Buch garantiert die richtige Lektüre für Sie.
Wie kaum ein anderer Musikstil nahm und nimmt sich der Jazz – in all seinen Spielarten von Swing bis Modern – die Liebe, den Verlust und die enttäuschten Erwartungen zum Thema. Und wie kaum ein anderer Autor versteht es Régis de Sá Moreira diese Themen in Worte zu fassen – in klingende Worte, die Stimmungen zaubern, wie man sie sonst nur im Jazz wiederfindet. (Im Jazz, nicht im Blues! Anderes Tempo, andere Tonlage!)
»Was tat die Rose, nachdem der kleine Prinz sie verließ?« Auf diese Frage hat Joseph eine Antwort: Sie hat gewartet. Tag und Nacht. So wie er auf Clara wartet und alles tut, um nicht mehr diese unerträgliche Leere zu spüren, die geliebte Menschen in uns hinterlassen, wenn sie gehen.
Nur seine Liebe kann er nicht in Worte fassen. Denn genügen Worte, um wahre Gefühle zu äußern? Joseph kann seine endlose Liebe mit der Endlichkeit des Lebens nicht vereinbaren, und so schenkt er sich und Clara die Möglichkeit einer Ewigkeit, die nur für wahre Liebende in Frage kommt.
JOSEPH UND CLARA beginnt mit einem dramatisch-tragischen Akkord – der Autor tötet seinen Helden bereits auf der ersten Seite – und schwingt sich, gleich einem Klarinettensolo, zu ungeahnten Höhen auf, wird zur Geschichte einer wahren Liebe und einer Lektion über das Glück.
Clara, die weder mit noch ohne Joseph leben konnte und doch davon träumte, jede Sekunde mit ihm zu verbringen, erinnert sich nun an ihre gemeinsamen Momente. An den ersten Kuss. An den Tag, als sie oben auf dem Turm den Sonnenuntergang bewunderten. An die Einzigartigkeit des Lebens mit ihm …
In de Sá Moreiras Worten schwingen Charme, Humor und Leichtigkeit. Er vermittelt die ganz großen Gefühle ohne falsche Töne – ohne Kitsch und ohne seine Leser gar in die Verzweiflung zu treiben.
In diesem schmalen, schön gestalteten Band steckt eine wundervolle Romanze, ein herzerwärmendes, modernes Märchen. Doch es ist keineswegs getragen erzählt, sondern entwickelt mit einer ausgefeilten Instrumentierung Tempo und einen mitreißenden Rhythmus – eben Jazz pur!
Und wie dieser immer das Leben bejaht, macht auch JOSEPH UND CLARA Lust – Lust auf das Leben, Lust sich zu verlieben und unbändige Lust auf mehr so hinreißende Lektüre!
--Monika Mährle (12/2006)
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